Winter trifft Frühling

Nach Gefühl fotografieren.

Der Vorteil oder Nachteil (je nachdem wie man es nimmt), wenn ich die Kamera dabei habe ist, dass ich nicht ‚blind‘ durch den Wald oder die Straßen laufe, sondern alles wie durch eine Linse sehe, die jegliche Dinge um mich herum als ein mögliches Motiv wahrnimmt. Als ich im Winter mal wieder draußen spazieren war, habe ich diesen grünen Moosfleck zwischen dem ganzen Schnee und Eis auf dem Weg ausmachen können. Auf dem Weg bedeutet unten, zu meinen Füßen, auf dem Boden. Von oben fotografieren kommt nicht infrage, von weit weg auch nicht und den Bildschirm auf der Rückseite benutzen ist ungeschickt, weil dann der Autofokus (den ich nicht so mag) anspringt, sodass gezieltes Fokussieren nicht möglich ist.

Da stand ich also und grübelte, wie ich das Bild ohne jegliche Verluste hinbekomme. Schließlich habe ich mich für eine Variante entschieden, bei der ich nicht durch das Okular schaue, sondern die Kamera, sehr nah am Objekt, dicht über dem Boden halte, nachdem ich das passende Fokusfeld ausgewählt habe, und nach Gefühl den Auslöser drücke.