Entschleunigung: Einen Ausschalter to go, bitte!

Ausmachen! Sofort! Und erst wieder anmachen, wenn ich Lust dazu habe oder erst mal gar nicht bis zum nächsten Tag oder auch bis zur nächsten Woche! Ich hätte gerne einen Ausschalter für negative Gedanken, nervige Erlebnisse, schlechtes Wetter, miese Laune, himalayaartige Stimmungsschwankungen, zu viele Menschen, laute Geräusche, ekelhafte Gerüche und unaufgeräumten Kram um mich herum. Jetzt! Danke.

Das mit dem Leben habe ich mir manchmal einfach ein wenig anders vorgestellt. Insgesamt etwas einfacher, etwas unbeschwerter und vor allem eines: frei und langsam. Wenn ich vor die Tür gehe (Richtung Stadtzentrum wird alles noch etwas intensiver), viele Menschen sehe, die viel zu schnell zu unwichtigen Terminen hetzen und zu viel brauchen oder tragen oder haben. Was bewegt sie, von den schnellen Schritten mal ganz abgesehen? Was treibt sie an? Oder ist jemand hinter ihnen her? Und ist das gesund? Ich glaube nicht, selbst wenn ich jetzt anfange mit positivem Stress zu argumentieren, glaube ich nicht, dass das gesund sein kann. Frei und langsam sieht anders aus!

Irgendwann mit meinen damals noch 30 Jahren (jetzt bin ich 31), vielleicht war ich auch noch etwas jünger, bin ich aufgewacht und habe gemerkt, dass ich auch und viel zu oft hetze, renne (wegen was auch immer und fragt nicht nach meiner Laune damals ab und an) und dabei vergesse zu atmen. Atmen ist wichtig. Atmen ist lebensnotwendig. Ich brauche Luft zum Atmen. Ich bin für Luft zum Atmen, freie Flächen zum Entfalten, Einfachheit in jeglicher Form und ganz viel Langsamkeit und Entschleunigung. So stelle ich mir das vor und das alles dann bitte auf einem Tablett und to go für unterwegs. Heute nennt sich das Entspannungsplaylist/Kopf ausschalten auf Knopfdruck für jeden, der die Zeit hat und den passenden Schalter findet, freie Fläche für Gedanken und Einfachheit inklusive. Manchmal suche ich noch den Schalter, aber es wird immer besser und wenn ich ihn finde, verschwindet manchmal alles als säße ich in einer luftdurchlässigen, aber geräusch-, geruchs- und gedankendämmenden Blase – herrlich! In diesen Momenten fühle ich mich dann tatsächlich etwas freier, etwas leichter und etwas langsamer 🙂

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Anbei zwei schöne Playlisten von Spotify [unbezahlte Werbung: Name], die ich zum Entspannen, Meditieren und sogar zum Fitnessprogramm am Morgen daheim auf der Matte empfehlen kann:
– Ambient Chill
– Yoga & Meditation

Habt ihr Euren Ausschalter schon gefunden?

Fotostrecke: Hannah Träum Weiter