Achtsamkeit: Warum ich gerne nachhaltig lebe – mit mir selber!

Hmmmm… irgendwie möchte es momentan nicht so wie ich es gerne hätte (dieser Blogbeitrag hat kein Beitragsbild!). Angefangen bei meiner Motivation Wäsche zu waschen (gestern habe ich es dann doch mal geschafft) bis hin zu dem Chaos, dass sich in meiner Wohnung und meinem Schreibstisch gerade breit macht: Papierkram, Stoffe zum Nähen, Bücher, Stifte, Zeitschriften, Nähsachen, Wäsche die Löcher hat und genäht werden soll, Einmachgläser (ursprünglich Honiggläser), die noch keinen Platz gefunden haben, unterschiedliche Öle für ein hausgemachtes Wimpernserum (ich liebe solche Experimente! :)), eine leere Glasflasche mit Pfropfen, Notizbücher, ein Locher, ein Tacker, Klamotten.
Gestern Abend habe ich viel zu spät für das Mittagessen heute angefangen zu kochen, aber Hauptsache ich habe es mal wieder geschafft eine Runde laufen zu gehen. Dennoch habe ich das Gefühl nichts auf die Reihe zu bekommen. mein Schreibtisch gleicht dem Sammelsurium an undefinierbarem Kram, auf meinem Bett stapeln sich sieben Bücher, die ich gerne lesen möchte (an zweien bin ich so halb dran), und insgesamt habe ich das Gefühl, dass ich einfach zu nichts komme und nichts hin bekomme.

Vielleicht ist es so. Na, und!

Dann bin ich eben mal weniger produktiv, effizient oder effektiv (die Definition ist an dieser Stelle mehr als irrelevant) und schaue, dass es mir gut geht, dass ich mich wohl fühle (trotz Chaos in der Wohnung) und dass ich trotz allem zufrieden bin.
Sollten wir nicht alle nachhaltiger leben? Vielleicht auch oder besonders mal mit uns selber? Wenn ich nun doch nicht dem Drang widerstehen kann den Schreibstisch aufzuräumen, Kisten im Keller auszumisten, die sieben Bücher bis zum Abgabetermin in der Bibliothek zu lesen und dazu noch regelmäßig Sport zu treiben, dann ist das vollkommen in Ordnung, solange ich mich wohl fühle, mich nicht hetze und auf meinen Körper höre. Wenn ich aber merke, dass ich zu der Hälfte der Sachen im Moment weder die Lust noch die Energie habe und diese lieber in andere Dinge stecken möchte, dann kann ich damit leben, denn es bringt mir am Ende nichts, wenn ich die Sachen nur halbherzig erledige und dadurch auch noch negative Energie verspüre.

Und nun?

Nun gehe ich Kaffee kaufen, weil ich den die letzten zwei Mal beim Einkaufen vergessen habe, aber nun unbedingt einen trinken möchte. Und wer weiß, vielleicht habe ich dann sogar noch zehn Minuten Zeit, Lust und Energie ein klein wenig von dem Chaos in meiner Wohnung zu beseitigen 🙂

In diesem Sinne: Auf das Chaos! Und geht es Euch auch manchmal so?