Klarheit: Zwischen fasten und Bäumen…

Habt ihr manchmal auch das Gefühl, dass ihr vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr seht? Dass alles um Euch herum verschwommen ist, ihr vielleicht einen Weg entlang geht, aber beim Blick auf dem Boden seht, dass es rechts und links keine Begrenzungen gibt? Wenn ihr dann nach einem Weg sucht oder das Gefühl habt, nun eine Entscheidung treffen zu können und dann von irgendwo her eine Schranke erscheint, die es unmöglich macht den Weg zu gehen oder die getroffene Entscheidung umzusetzen, ihr Euch abwendet und wieder ins Nichts starrt, am gleichen Punkt wie vorher steht und im Grunde nicht mehr wisst wo es nun hingehen soll und Euch die Suche nach einem Weg nur wieder zurück an den Startpunkt bringt, dreht ihr Euch im Kreis, bewegt Euch an der selben Stelle, steht still.

Manchmal ist es eben so, dass wir weitergehen möchten, uns dennoch im Kreis drehen oder still stehen, nur um dann irgendwann festzustellen, dass vielleicht nicht die Bäume das Problem sind, sondern wir selbst. Egal wie verworren, verschwommen, aussichtslos oder verquer die Bäume sein mögen, liegt es an uns festzustellen warum es gerade so aussieht und was wir aktiv dagegen unternehmen können, um diese Situation zu verändern und mehr Klarheit zu erlangen. Eine Möglichkeit, was ich selbst nicht so intensiv klärend eingeschätzt hätte, ist fasten. Beim Fasten, also dem Verzicht auf feste Nahrung für mindestens 5 Tage (das würde ich als Mindestmaß ansetzen), liegt der Fokus nicht auf dem Konsum von Genussmitteln, sondern auf dem freiwilligen Verzicht auf diese. Auch wenn es mitunter negative Begleiterscheinungen während der Fastenzeit geben mag, überwiegen die positiven in jedem Fall. Ich kann immer noch nicht komplett beschreiben was dabei genau passiert, aber die geistige Klarheit ist ein bereichernder Nebeneffekt, der nicht zu unterschätzen ist.

Wer nicht fasten möchte oder wem das alles zu kompliziert erscheint, kann sich trotzdem Klarheit verschaffen. Im Grunde gilt es sich zu überlegen, wo es gerade hängt, was einen persönlich am eigenen Leben(salltag) stört und dann weiter zu überlegen, wo man ansetzen kann, um etwas zum Positiven zu verändern. Bin ich mit meinem Alltag nicht zufrieden, weil er mir zu monoton ist, wäre es schön ein Hobby zu finden, welches mir Freude bereitet. Wenn ich das Gefühl habe zu wenig zu lesen, sollte ich mir Bücher raussuchen, die mich interessieren und sie in meinen Tagesablauf integrieren, z.B. als Schlaflektüre (das hilft auch beim Einschlafen, falls es da Probleme geben sollte). Stört es mich, dass ich ungesund und fettig esse, dann wäre es eine Überlegung wert, mich ein wenig mit gesunder Ernährung zu beschäftigen und diese auch in der Küche umzusetzen. Habe ich das Gefühl mich zu wenig zu bewegen, wäre ein regelmäßig ausgeübter Sport sinnvoll.
Wo es am Ende auch kneift oder zwickt, diese eine kleine Veränderung kann viel mehr bewirken als es zunächst vielleicht den Anschein hat. Manchmal reicht auch eine kleine Runde um den Block, der Abstand von der häuslichen oder gewohnten Umgebung, vielleicht ein Spaziergang zwischen den Bäumen, um zu erkennen, dass die Bäume der Wald sind.

Viel Freude bei den kleinen Veränderungen 🙂
Herzlichst ♥ Caro