Schreiben: Wenn die Worte fehlen…

Ich möchte über so vieles schreiben. Es gibt so viele Themen, die ich gerne aufgreifen würde. So vieles, das ich gerne verschriftlichen würde. So so vieles. Und was bleibt?

Eine Randnotiz, Worte an der Seite, dünne Striche in einem Notizbuch (man könnte es aneinander gereihte Buchstaben nennen), Worte am Rand, Zeilen, denen noch die Tiefe fehlt, Zeilen, denen ich gerne mehr Leben einhauchen möchte, Zeilen, die es wert sind geschrieben zu werden. Buchstaben, Worte, Zeilen. Manchmal sind es bei mir nur einige Zeilen, Worte, Gedanken. Und die dürfen auch genau das sein, was sie sind: Randnotizen, die unvollständig sind, Worte, die Raum, Gedanken, die ausgeschrieben werden möchten.

Und was sind Worte und Gedanken, die nicht ausgereift sind? Sie sind trotz allem da und möchten irgendwo hin, wenn auch nur als kleine Randnotiz (schön, dass es Randnotizen gibt). Und die Randnotizen zum Thema ‚Schreiben‘? Wenn ihr denkt, dass ihr nicht (weiter)schreiben könnt, dann vergrabt Euch nicht in dem Thema, das Euch im Kopf herumgeht, euch beschäftigt und über das ihr unbedingt schreiben möchtet. Lasst Zeit, Erlebnisse, Begegnungen, Impulse und Inspiration zu, die Euch unvorhergesehen zu eurem Thema zurückbringen, ganz unverhofft, ganz ohne Vorwarnung, ganz ohne, dass ihr in dem Moment daran denkt. Es passiert einfach.

Welche Randnotizen habt ihr?