Bewegung: Von kellnern und dreckigen Joggingschuhen

Heiß. Heißer. Sommerkleider und Shorts. Je wärmer es wird, desto eher verschwinden langärmlige Pullover, weite Cardigans sowie lange Hosen und werden ersetzt durch einfache Tops, kurze Hosen und luftige Sommerkleider. Insgeheim mag ich diese Jahreszeit wenn der Frühling langsam in den Sommer übergeht, in der die Sonne scheint, es warm ist und ich eine Sonnenbrille in der Tasche habe, wenn die Sonne zu sehr scheint. Für mich bedeutet das außerdem: Bikinifigur – wo bist du?

Kellnern und Sport
Sport begleitet mich schon seit ich drei Jahre alt bin und teilweise habe ich bis zu sechs Mal die Woche Sport gemacht. Etwas viel, aber für mich war das normal bis ich 17 war. Danach gab es eine längere Pause. Als ich mit knapp 20 neben der Schule angefangen habe zu kellnern, hatte ich das als Sport (wer schon mal gekellnert hat, weiß wovon ich rede) und zwar bis ich 26 war. Danach ging es figurtechnisch etwas bergab: Ich nahm innerhalb kürzester Zeit einige Kilo zu und fühlte mich in meinem Körper nicht mehr wohl, also habe ich meine Joggingschuhe ausgepackt. Das war der perfekte Ausgleich zum Studium und zum Nebenjob im Büro. Und das ist es bis heute geblieben, auch wenn die dreckigen Joggingschuhe (ich laufe nämlich auch wenn es geregnet hat und der Waldboden schön matschig ist) mich in den kalten Wintermonaten und auch mal wenn es wärmer ist manchmal tage- oder wochenlang verspotten.

Joggen – mehr als Sport
Joggen ist für mich im Grunde kein Sport, denn es geht etwas mit meiner Leidenschaft für Spaziergänge in der natur einher, nur eben schneller, mit Musik (am liebsten das Indie Workout von Spotify) und ich schwitze: Rote Wangen, Schweiß an Stellen an denen ich ihn sonst nicht habe, am Kopf klebende Haare. Ich laufe gerne, um den Kopf frei zu bekommen, Energie loszuwerden oder einfach weil ich Lust habe mich zu bewegen. Im Wald ist es dann als wäre ich in einer Naturblase, die mich vollkommen umschließt. Wege werden zu freier Fläche, die ich für mich nutzen kann und ich sauge diese Umgebung in mich auf, als hätte ich sie morgen nicht mehr. Jeder Schritt ist ein Gefühl von Freude, Glück und Freiheit, der den positiven Nebeneffekt hat, dass ich das ein oder andere Röllchen vom Winter erfolgreich reduziere. Damit verbinde ich beim Joggen ein wunderbares Gefühl mit etwas Nützlichem. Praktisch, oder?

Bewegung, Sport und andere Erkenntnisse
Bewegung ist in meinen Augen essentiell und sorgt für einen Ausgleich, den ich woanders nicht habe. Ob ich nun spazieren gehe, jogge oder mich doch mal für ein schweißtreibendes YouTube-Viedeo (und davon gibt es einige) entscheide, die Bewegung entspannt mich und hilft mir überschüssige Energie sinnvoll umzusetzen. Sich dazu durchzuringen ist sicher nicht immer ganz einfach (Guten Tag, innerer Schweinehund!), das Gefühl während dessen und danach aber jede kleine Bewegung wert. Bewegung und Sport sind für mich demnach ein Lebensgefühl und ein Stück Lebensqualität, welche mich seit klein auf begleiten, ein kleiner Bestandteil in meiner Freizeit, den ich schätze und genieße. Das lässt durchscheinen, dass egal für welchen Sport ihr Euch vielleicht entscheidet oder entschieden habt, es niemals eine Qual sein sollte diesen auszuüben. Die Bewegung oder der Sport sollte Freude machen und einem ein gutes Gefühl geben (ich lächle manchmal beim Joggen, weil ich mich gut dabei fühle). Wenn ihr das beim Joggen nicht habt, lasst es, zwingt Euch nicht und sucht Euch eine andere Art der Bewegung, denn es gibt viele Möglichkeiten und Sportarten. Und wenn diese nicht dafür sorgen, dass der Winterspeck verschwindet ist das auch nicht tragisch, denn solange ihr Euch in Eurer Haut wohl fühlt, strahlt ihr das auch aus, egal mit welcher Figur und in welchem Bikini! Und wenn Euch Sport insgesamt zuwider ist, probiert es mit Gehen und wenn es nur zwei mal 30 Minuten in der Woche sind. Das was ihr durch diese minimale Bewegung gewinnt, ist viel mehr wert als Euch auf biegen und brechen zu quälen nur damit ein paar Kilo verschwinden und ihr im Bikini zwar vielleicht eine gute Figur macht, aber diese dann nicht für Euch, sondern eher für andere. So sollte es am Ende weder mit dem Sport noch mit Eurem allgemeinen Körpergefühl sein.

Ansonsten helfen gegen den Winterspeck oder das ein oder andere Pfund zu viel auch Methoden wie 16/8 oder 5/2 sowie eine kleine Ernährungsumstellung (aber das ist schon wieder ein neues Thema).
Kleine Tipps dazu: Tee, selbstgemachte Limonade, Gemüsesaft, gesundes Frühstück.

Seid ihr schon fit für den Sommer? Habt ihr vielleicht noch ein feines Rezept oder eine Bewegungsart, die es unbedingt zu entdecken gibt? Ich bin da sehr Ohr und absolut neugierig auf Eure Kommentare 🙂