Butterglas: Kreative Butterliebe

Butterliebe.

Schon als Kind mochte ich Butter sehr. Manchmal habe ich sie einfach so vom Messer runtergegessen ohne irgendwas dazu. Aber am liebsten habe ich sie ganz dick auf ein Stück Hefezopf geschmiert und dann noch eine dicke Schicht Nutella drüber. Davon habe ich genüsslich abgebissen und das noch kalte Stück Butter ist zwischen der cremigen Schokolade und dem weichen Hefezopf in meinem Mund weich geworden. Ein perfekter Biss war, wenn nach dem Abbeißen noch alle Schichten erkennbar waren. Heute, mit fast 31 Jahren und einem weniger aktiven Stoffwechsel wie als Kind sowie dem Bewusstsein für eine weitestgehend gesunde Ernährung, geht Butter auf Brot oder Brötchen, an Nudeln, zum Fisch anbraten, zum Backen,… Eben zu (fast) allem.

Der Einkauf
Wenn ich einkaufen gehe und die Butter mit den anderen Sachen im Kühlschrank verstaue ist alles aufgeräumt und hat seinen Platz. Nach dem ersten Gebrauch der Butter hat die Papierverpackung meistens schon einen Riss: entweder durch das Entpacken oder weil durch das Herunterschneiden der Butter das Messer die Verpackung angerissen hat. Beim nächsten Einkauf, sei es für das Kochen, Backen oder weil ich nicht sicher bin, ob das angefangene Stück tatsächlich reicht, hole ich ein weiteres Stück oder zwei, je nachdem wie viel ich brauche.

Das Butterchaos
Mit mittlerweile drei Stück Butter, alle natürlich angefangen, weil ich dann das weiter hinten nicht mehr sehe und beim Brot beschmieren zum nächstbesten greife, das ich sehe, habe ich drei angerissene Packungen, die aufgrund der Risse nicht mehr ganz zu gehen oder eben unschön verpackt im Kühlschrank rumfahren. Das schöne helle weicht dann einem dunklen ranzigen Gelb an einigen Stellen und die drei angefangenen Stückchen feiern eine ‚Bad Taste-Party‘ (Gewinner: undefinierbar). Irgendwann war es mir in jedem Fall genug, denn während die drei feiern, ärgere ich mich jedes Mal über das Butterchaos in meinem Kühlschrank und dass es gefühlt drei Wochen geht bis alle Stückchen aufgebraucht sind. Um nicht vollkommen in den Butterwahnsinn zu verfallen oder gar schlaflose Nächte mit grauenhaften Alpträume von hässlichen tanzenden Butterstückchen zu haben, stellte ich mir eine Frage: Was kann ich an diesem Zustand verändern?

Die Lösung
Da ich Butterdosen nicht mag (irgendwie find ich die unhandlich und der Deckel klackert immer so rum, außer man hat welche aus Plastik und meine Leidenschaft für Plastik hält sich in Grenzen) und die Butterstücke dafür eh zu klein sind, denn ich kaufe wegen meiner Laktoseintoleranz laktosefreie 125 g Stücke, habe ich mir ein Einmachglas (die hat man nach jedem leeren Marmeladen- oder Senfglas o.Ä.) geschnappt, die Butter klein geschnitten und darin luftdicht verpackt. Der Vorteil daran: Ich weiß immer, dass im Kühlschrank ein Glas mit Butter ist und wenn es doch leer ist, lasse ich es zum Ausspülen draußen stehen und weiß, dass ich frische kaufen muss.

Verzieren
Das Glas ist mir so immer noch etwas zu schlicht, weshalb ich es mit Porzellan-Pinselstiften verziert habe, die, wenn auch nicht so gut, auf Glas haften. Hierfür zunächst die Aufkleber (falls an dem Glas welche sind) ablösen, indem das Glas vollständig mit heißem Wasser bedeckt für eine Stunde gebadet wird. Danach abtrocknen und nach Belieben verzieren, beschriften, bemalen und die Farbe gut trocknen lassen.

butterglas_butterliebe_holz

Viel Freude dabei