Shoppen: Süße Versuchung vs. Nicht-haben-müssen

Habt ihr Euch auch schon mal gefragt wie Eure Klamotten im Kleiderschrank landen?

Ein Szenario könnte sein:
Ihr betretet den Laden, seht euch um und überall diese schönen Anziehsachen. Manchmal hübsch auf einer Puppe drapiert, die genau das trägt, was ihr denkt, dass ihr es unbedingt haben müsst. Auf einer Stange hängt ein schönes Top, die Jeans muss auch noch sein und erst dieser schicke Pullover. Wenn ihr dann mit gefühlt zwanzig Teilen die Anprobe betretet und nicht mehr wisst, wo ihr die Sachen aufhängen sollt, der Boden zu einem Gewirr aus eigener Kleidung und dem schönen neuen Glanz wird, der schon dort viel besser aussieht als die alten abgetragenen Sachen daneben, widersteht ihr dem Impuls im Kopf zusammen zu rechnen, was ihr ausgeben würdet, wenn die ganzen Klamotten passen und gut aussehen würden. Irgendwann während diesen zwanzig Minuten bis zweieinhalb Stunden (je nach An- und Ausziehgeschwindigkeit, Anzahl der Kleidungsstücke und Selbstkritik) beginnt die Rechtfertigung: Dieses Oberteil kann ich zum Weggehen anziehen, diese Jeans habe ich noch gar nicht und dieser Pulli fühlt sich so toll auf der Haut an. Klingt alles plausibel.

Sich bewusst zu machen, was man tatsächlich braucht und was nicht, ist eine Möglichkeit statt mit fünf vollen Einkaufstüten nur mit einer (und die ist im Idealfall aus Stoff) die Stadt zu verlassen: Der Geldbeutel und der Kleiderschrank werden es Euch sehr wahrscheinlich danken.

Tipp
Geht mal in einen Laden und sucht Euch drei Kleidungsstücke heraus, die Euch gefallen, probiert sie an und geht wieder aus der Kabine. Anstatt zur Kasse zu gehen, hängt jedes Teil wieder an seinen Platz zurück und verlasst den Laden anschließend. Wie fühlt ihr Euch dabei? Fehlt Euch etwas? Fühlt ihr Euch schlechter oder besser?