Spaziergang: (Um)Wege gehen

Das Schöne beim Spazierengehen ist, dass es (fast) immer vorgeschriebene Wege gibt, die wir gehen können. Sie sind platt getreten, geteert und ersichtlich.

Die Schwierigkeit kann demnach nur darin bestehen die Wohlfühloase Couch zu verlassen, sich eine Jacke anzuziehen und tatsächlich mal von außen die Tür hinter sich zu schließen. Die ersten Schritte sind leicht, denn die Wege, die gegangen werden können sind da. Routinierte und fortgeschrittene Spaziergänger oder eben jeder der Lust darauf hat, kann in eine kleine Gasse in der Stadt oder im Wald etwas abseits des Weges laufen. Atmen, den Kopf frei laufen, Neues entdecken und sich von der Umwelt berieseln lassen, ohne weitere Intention, ohne Erwartung, ohne Ziel. Und am Ende sind es manchmal die Umwege, die den Spaziergang zu dem schönen Erlebnis machen, das es ist.